Dies ist eine neue Arbeit an der ich zur Zeit arbeite. Sie entsteht mit Marisa Sturzenegger auf dem Maiensäss Doro und wird für «hänne und dänne, der Untersee als Kunstraum 1.05 – 27.11.26» weiterentwickelt.
In den fünf Ställen rund um Doro wird im Juli das Heu zusammengetragen und für den Winter gelagert. Über die kalten Monate hinweg werden die Geissen von Stall zu Stall gebracht, sodass das Heu nicht transportiert werden muss.
Die Mikroorganismen, welche mit den Pfanzen des Maiensäss in Symbiose leben werden so an immergleiche Orte gebracht. Jeder dieser Ställe bewahrt seit Jahrhunderten die Kulturen der Landschaft und sorgt für den Schutz der Tiere und des Heus vor der Witterung.
Sorgfältig hergestellte Stoffsäcke aus Käseleinen, bestickt mit Mustern und Datierungen, werden mit einem Substrat aus Soja gefüllt und im Winter in die Ställe gehängt. Über zwei Monate hinweg, kann sich das Mikrobiom auf dem Substrat festsetzen. Im anschliessenenden Reifungsprozess werden die Eigenheiten der unterschiedlichen Ställe kulinarisch erfahrbar.
Die Arbeit vermittelt sich durch die textilen Objekte in den Ställen, als fotografische Dokumentation, als Installation und als kulinarische Erzeugnisse.



